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Mit viel Übung und Erfahrung ist der Unterschied festzustellen. Der schnellwüchsige Koi wirkt harmonisch und ausgewogen kompakt, zugleich aber spindelförmig angelegt. Der zurückgebliebene Koi wirkt leicht verwachsen, zwergenwüchsig. Beim ausgewachsenen Koi braucht man über die zu erreichende Größe nicht mehr zu spekulieren. Er sollte sich durch eine bullige, breit abgeflachte Schädelplatte auszeichnen. Das Erscheinungsbild eines Koi ist um so eindrucksvoller, je größer der Kopf im Verhältnis zum Körper erscheint. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Linie zwischen Ende des Kiemendeckels und des Auges möglichst lang ist und zugleich diese Linien auf beiden Längsseiten des Kopfs möglichst weit parallel verlaufen.
Koi sind, zoologisch gesehen, eine domestizierte Form des Speisekarpfens, Cyprinus carpio. Während der Karpfen an sich bereits zur Römerzeit in Europa wichtiger Gegenstand der Teichfischzucht war und wahrscheinlich auch schon früh die ersten Zuchtformen entstanden, ist der Koi im engeren Sinne eine recht junge Zuchtform. Grundsätzlich gebührt die Ehre, die ersten Farbkarpfen gezüchtet zu haben, den Chinesen. Bereits in etwa 2.500 Jahre alten chinesischen Schriften werden mehrfarbige Karpfen erwähnt und ihre Zucht beschrieben. Doch erst als die Japaner sich vor etwa 190 Jahren den farbigen Karpfen zuwandten, entstand das, was wir heute Koi nennen.
Die maximale Größe die ein Koi erreichen kann, ist ein sehr wichtiges Potential im Hinblick auf seinen Wert und seine Ausstrahlung. Ein zweijähriger Koi der bereits eine Größevon über 40 cm erreicht hat, ist die absolute Ausnahme. Diese Aussage gilt jedoch nur für gemäßigte Zonen wie Deutschland oder die Niigata Region in Japan, da das Wachstum sehr stark von der Wassertemperatur abhängig ist. Einem solchen Fisch die Möglichkeit zu geben, sein starkes Wachstum voll auszunutzen, ist Aufgabe des Pflegers und steht in direktem Zusammenhang mit der Frage , wie man Koi richtig ernährt
Für die Koihaltung ist ein Teich mit einer Mindesttiefe von 1,5 m Tiefe und einem Wasservolumen von mindestens 20 Kubikmeter erforderlich. Das Volumen der Filteranlage sollte 10% des Teichvolumens betragen und die Pumpe muß den Teichinhalt in 2 Stunden einmal durch die Filteranlage pumpen. Die Form des Teichs muß gewährleisten, daß sich das Wasser in einer ständigen Zirkulation befindet. Dies ist aus mehreren Gründen erforderlich. Einerseits werden hierdurch alle Bereiche des Teichs optimal mit sauerstoffhaltigem Wasser durchströmt. Andererseits können sich keine Abschnitte mit stagnierendem Wasser bilden in denen sich die Wasserqualität verschlechtert. Ein weiterer Vorteil einer leichten Wasserzirkulation ist darin zu sehen, daß der zu Boden sinkende Schmutz aus allen Teilen des Teichs zu den Bodenabläufen transportiert wird. Von den Bodenabläufen wird das Wasser vom Teichboden abgesaugt und über Rohrleitungen in das Filtersystem eingeleitet.
Der Ochibashigure vereint die blaugraue Grundfarbe des Soragoi mit einer braunen teefarbenen Zeichnung. Diese Koi entstanden aus der Kreuzung eines Soragoi mit einem Kohaku. Wörtlich übersetzt bedeutet Ochibashigure „Herbstblaubauf dem Wasser".